Von Helga Pergande |
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Bokholt-Hanredder. Sie war gerade mal eine Stunde in Betrieb, da hatte sie bereits zehnmal "zugeschlagen": die versteckte Kamera in der neu aufgestellten Radarmessanlage in Bokholt-Hanredder. Die Raserbremse steht an der Hauptstraße kurz hinter dem Ortseingangsschild am beampelten Straßenübergang. Zur Inbetriebnahme begrüßten Bürgermeister Wolfgang Mohr sowie die Gemeindevertreter Wilfried Wenske und Joachim Gloger zwei Beamte des Polizeibezirksreviers Pinneberg sowie Dörte Koppelmann, die Leiterin der Bußgeldstelle Pinneberg. Vom Amt Rantzau war Ordnungsamtsleiter Rainer Schattauer erschienen.
Dörte Koppelmann (von links), Leiterin der Bußgeldstelle Pinneberg, Gemeindevertreter Joachim Gloger, Ordnungsamtsleiter Rainer Schattauer, Gemeindevertreter Wilfried Wenske und Bürgermeister Wolfgang Mohr am "Starenkasten". Foto: hpe Ein Jahr hat es gedauert, bis der Blitzer installiert werden konnte. "Der Standort wurde nur genehmigt, weil die Gemeinde die Kosten der Oberflächensanierung des Standorts in Höhe von 4700 Euro übernommen hat, die für die Funktionstüchtigkeit der Sensorik des Geräts Voraussetzung war", erklärte Mohr. Gemeinde und Amt hatten zusätzlich als aussagekräftige Argumente für einen Blitzer Messungen durchgeführt und als Grafiken aufgearbeitet. "So konnte bewiesen werden, dass das Verkehrsaufkommen hoch ist und immerhin elf Prozent der Fahrzeuge schneller als 60 Stundenkilometer und 3,5 Prozent schneller als 70 Stundenkilometer durch den Ort rauschen", so Schattauer. Die Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h erreichte ein Autofahrer an einem Sonnabend um 14 Uhr im Sommer dieses Jahres. Der Blitzer macht 1200 Aufnahmen pro "Film", sagte Polizeihauptmeister Ralf Arendt. Abgerufen werden kann die jeweilige Zahl der geknipsten Nummernschilder vom Bezirksrevier in Pinneberg, das für die Betriebsbereitschaft und das Auswechseln der Kamera zuständig ist. Auch Betriebsstörungen meldet der "Starenkasten".
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