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Bokholt-Hanredder. (mei) Das Radarüberwachungsgerät in Bokholt-Hanredder steht und ist scharf geschaltet. Kurz hinter dem Ortseingangsschild der Barmstedter Nachbargemeinde in Fahrtrichtung Elmshorn und in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerampel wird die Einhaltung der erlaubten Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde ab sofort elektronisch überwacht.
Über ein Jahr hat die Gemeinde Bokholt-Hanredder für die Aufstellung dieses "Starenkastens" an ihrer Hauptstraße gekämpft. Denn es gab vom Kreis zwar die Zusage für die Aufstellung des Gerätes, aber nicht für die finanziellen Mittel, die zur Herrichtung der Straße erforderlich waren. Deshalb griff die Gemeinde tief in die eigene Tasche. Mit 4700 Euro wurde die Instandsetzung der Fahrbahn sowie der Einbau der für das Radargerät erforderlichen Sensoren in die Fahrbahn von Bokholt-Hanredder selbst finanziert.
Das Thema Verkehrsberuhigung und der Schutz der Schulkinder besonders im Bereich der Hauptstraße beschäftigt sowohl den Ausschuss für Verkehr und Umwelt, als auch die Gemeindevertretung bereits seit mehr als zwei Jahren.
Der Einmündungsbereich der Waldstraße in die Hauptstraße im Ortsteil Vossloch war und ist dabei ein entscheidender Punkt. Hier fahren die Autofahrer, die aus Barmstedt kommen, meist mit hoher Geschwindigkeit in den Ort hinein. Sie gefährden dadurch besonders die Schulkinder, die hier die Straße queren, um dann den Radweg in Richtung Grundschule Bokholt-Hanredder oder Barmstedter Schulen zu befahren.
Erste Maßnahmen zum Schutz der kleinen und auch großen Fahrradfahrer war eine deutliche Abgrenzung des Radweges zur Straße. Eine Überfahrt des Radweges wurde für Fahrzeuge baulich unterbunden.
Das änderte jedoch noch nichts an der Menge der Fahrzeuge und deren teilweise weit überhöhte Geschwindigkeit. Das bewies auch eine Auswertung des Geschwindigkeitsmessgerätes des Amtes Rantzau, das vom 23. Juni bis 5. Juli an gleicher Stelle stand. Innerhalb dieses Zeitraumes passierten knapp 50 000 Fahrzeuge das Gerät. Nur rund 55 Prozent der Fahrzeugführer hielten sich an die vorgegebene Geschwindigkeit von 50 km/h. Die restlichen 45 Prozent fuhren schneller. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der das Geschwindigkeitsmessgerät mit 144 km/h passierte.
"Das zeigt, wie dringend notwendig das Radargerät war", kommentierte der Leiter des Ordnungsamtes des Amtes Rantzau Rainer Schattauer diese Auswertung.
Gemeindevertreter Wilfried Wenske stellte nach der Inbetriebnahme des Starenkastens etwas resigniert fest: "Jetzt fahren die Autofahrer zwar langsamer in den Ort hinein, fahren aber innerhalb der Gemeinde schneller, um die dadurch verlorene Zeit schnell wieder aufzuholen.
20.12.2006 - 18:45:59 - fm
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