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Von Claus-Peter Jessen Theater./Barmstedt/Bokholt-Hanredder/Elmshorn. In den Dörfern rund um Barmstedt, auf dem Barmstedter Wochenmarkt sowie in zahlreichen Haushalten der Stadt wird noch Tag für Tag plattdeutsch gesprochen. Sprachwissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass die niederdeutsche Sprache in 50 Jahren als Alltagssprache so gut wie keine Rolle mehr spielen wird. Dieselben Wissenschaftler erklären jedoch auch, dass die alte norddeutsche Regionalsprache auf der Bühne und in der Literatur weiterleben wird.
Speeldeel-Chef Gerd Richert und Grundschulleiterin Christa Feldmann bereiten den Theater-Tag vor. Foto: Jessen Zwei, die sich für den Erhalt und die Pflege der niederdeutschen Kultur einsetzen, sind Christa Feldmann und Gerd Richert. Die Leiterin der Barmstedter James-Krüss-Schule ist Kreisbeauftragte für Niederdeutsch an den Schulen im Kreis Pinneberg. Richert ist Vorsitzender des Amateurtheatervereins Elmshorner Speeldeel. Jetzt organisieren der 60-Jährige aus der Haseldorfer Marsch und die 56 Jahre alte Elmshornerin erstmals in der Aula der Barmstedter Geschwister-Scholl-Schule eine niederdeutsche Theateraufführung für Kinder. Am Donnerstag, 22.März, ab 9Uhr werden etwa 150 Grundschüler der viertenKlassen von Feldmanns Grundschule, der Barmstedter Geschwister-Scholl-Schule sowie der Grundschule in Bokholt-Hanredder das Publikum bilden. Im Anschluss an die Aufführung wird Schulleiterin Feldmann über das Empfinden der Zehn- bis Elfjährigen für die Sprache ihrer Großeltern diskutieren. "Die Tatsache, dass Sprache lebt und sich verändert, ist der didaktische Hintergrund", so Pädagogin Feldmann, "und noch ist diese alte Sprache da!" Auch in den Unterrichtseinheiten in den Wochen danach wird für die Mädchen und Jungen anhand von Liedern, Gedichten und Geschichten das Niederdeutsche auf dem Lehrplan stehen.
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