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Von Marie-Luise Wiechers Reform. /Barmstedt. Sinkende Schülerzahlen, gestiegene Bildungsstandards in ganz Europa, Pisa-Schock und das schlechte Abschneiden deutscher Schüler in anderen internationalen Vergleichsstudien sind nur einige Gründe, die zur Schulreform in Schleswig-Holstein führten. Ab dem Schuljahr 2010/11 werden Haupt- und Realschulen in den neu eingeführten Regionalschulen zusammengefasst. Zusätzlich wird es die Gemeinschaftsschule geben, in der neben dem Haupt- und Realschulabschluss auch das Abitur gemacht werden kann. Schulrat Michael Doppke ist derzeit viel im Kreis Pinneberg unterwegs. Auf Einladung des Schulelternbeirates der Geschwister-Scholl-Schule kam er nach Barmstedt, um die Elternschaft über die neuen Schulformen zu informieren. Doppke betonte: "Die individuelle Förderung des einzelnen Kindes steht bei allen Schulformen im Vordergrund." Ein Schwerpunkt liege in der frühen Förderung. So müsse der Übergang von Kindertageseinrichtungen in die Grundschule besser gestaltet werden. Für Migrantenkinder gehe es in erster Linie um die vorschulische Deutsch-Sprachförderung.
Der Schulelternbeiratsvorsitzende Ralf Gercken (links) und Schulrat Michael Doppke stellten die Pläne vor. Foto: Wiechers Ebenfalls neu sei, dass alle Kinder eingeschult werden. Zudem gebe es "kein Sitzenbleiben mehr". "Eigentlich haben wir in Zukunft nur noch zwei Schulformen: das Gymnasium und den Rest", sagte Doppke. Ab 2008 verkürze sich die Schulzeit für alle Gymnasiasten auf zwölf Jahre. Voraussetzung für die Einführung der Regionalschule seien mindestens 240 Schüler. Nach einer gemeinsamen Orientierungsstufe in der fünften und sechsten Klasse erfolge die Zuordnung zum Hauptschul- oder Realschulabschluss. In einer flexiblen Ausgangsphase können die Jahrgänge acht und neun auch in drei Jahren absolviert werden. Der Übergang zum Gymnasium ist nur möglich bei festgelegtem Notendurchschnitt.
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