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Von Elisabeth Meyer Bokholt-Hanredder. Drei Wörter nur. Auf dem Schild am Bolzplatz neben der Sporthalle in Bokholt-Hanredder sorgen sie für Ärger. Das Ballspielen auf dem Gelände sei "nur mit Übungsleitern" gestattet, steht dort. Die Krux: "Viele Kinder und Jugendliche nutzen den Platz - Übungsleiter sind jedoch nie da", kritisiert Klaus Huckfeldt. Der Vater von drei Söhnen hat die Gemeinde auf den Widerspruch zwischen Vorgabe und Realität hingewiesen. "Einerseits sollen Kinder lernen, Gebote zu beachten - und hier heißt es auf einmal, kümmert euch nicht darum, was da steht. Ist das nicht anders regelbar?"
Das umstrittene Schild am Rand des Bolzplatzes. Foto: Meyer Der Bolzplatz gehört dem Voßlocher Sportverein (VSV). Die Nutzungseinschränkung habe versicherungsrechtliche Gründe, erklärte VSV-Chef Wolfgang Mohr. "Wir schützen uns damit gegen Regressansprüche, falls was passiert." Allerdings könnte weder der Verein noch die Schule oder die Gemeinde "immer jemanden zur Aufsicht stellen. Deswegen ist die Nutzung auf eigenes Risiko", so Mohr weiter. Das Problem sei bekannt, bestätigte auch der Schulausschussvorsitzende Renke Eschner auf Anfrage. "Wir wollen aber niemandem verbieten, dort zu spielen, und es ist auch noch nie etwas passiert." Er sei der Meinung, dass "man Dinge, die seit Jahrzehnten gut gelaufen sind, nicht ändern muss", sagte Eschner. "Eltern stiften ihre Kinder ja nicht zu einer Straftat an, wenn die dort ohne Aufsicht spielen." Um dem Zwiespalt zu entgehen und damit Kinder nicht auf der Straße spielen müssen, wünscht sich Huckfeldt ebenso wie andere Eltern die Einrichtung eines gemeindlichen Bolzplatzes. Den dafür erforderlichen Antrag werde er stellen, kündigte er an. Ob der allerdings Aussicht auf Erfolg hätte, ist fraglich: "Wir haben keine Flächen, also ist das kein Thema", sagte Mohr, zugleich Bürgermeister der Gemeinde - und folgerte: "Es bleibt also alles, wie es ist."
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