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Von Elisabeth Meyer
Bokholt-Hanredder. Die Grundschule Bokholt-Hanredder soll saniert werden. Dafür sprach sich der Schulausschuss während seiner jüngsten Sitzung aus. Der "Schul-TÜV" - genauer: die externe schulische Evaluation im Team (EVIT) - hatte im März ergeben, dass vor allem die sanitären Anlagen und die Wärmedämmung des rund 100 Jahre alten Gebäudes erneuerungsbedürftig sind

Die Grundschule ist mehr als 100 Jahre alt. Foto: Meyer
"Wir wollen die Empfehlungen abarbeiten, soweit es finanziell möglich ist", erklärte der Ausschussvorsitzende Renke Eschner (CDU). Auch der Gemeinderat wolle die Vorschläge umsetzen. Ein Neubau würde mindestens 500 000 Euro kosten, schätzte er, "das kann die Gemeinde nicht tragen".
Für die Sanierung rechnet Eschner mit Kosten von rund 200 000 Euro. "Das muss die Gemeinde selbst stemmen, Zuschüsse wird es nicht geben." Der Bauausschuss habe bereits erste Angebote eingeholt und werde sie jetzt prüfen. "Wir erwarten bald erste Ergebnisse", sagte Eschner.
Die Sanierung ist kein reiner Selbstzweck: Es geht auch um den Erhalt der Eigenständigkeit der Schule. "Vor dem Hintergrund der freien Schulwahl ab 2008 müssen wir unsere Schule attraktiver gestalten", sagte Eschner. Das neue Schulgesetz schreibt vor, dass - spätestens von 2010 an - Einrichtungen mit weniger als 80 Schülern mit anderen Schulen ein gemeinsames Rektorat erhalten. In Bokholt-Hanredder sind derzeit 74 Schüler angemeldet. "Auf Sicht hoffen wir, auf mehr als 80 zu kommen", so Eschner. Dazu müssten sich auch Eltern aus dem Umland für die "Dorfschule" entscheiden. Die Sanierung sei zwar keine Garantie dafür, räumte Eschner ein. "Aber wenn wir nichts tun, ist das die schlechteste Lösung." Vom Alter des Gebäudes abgesehen, habe das EVIT die Schule gelobt, betonte Eschner: "Vor allem das harmonische Miteinander und der dörfliche Charakter haben den Prüfern gefallen."
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