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Von Claus-Peter Jessen und Elisabeth Meyer Barmstedt/Hörnerkirchen. Die sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland machen den Kindergärten zunehmend zu schaffen: Die Anmeldezahlen sinken. Auch die Amtsbezirke Rantzau und Hörnerkirchen bleiben von der Entwicklung nicht verschont. Mehrere Gruppen mussten mangels Nachfrage bereits geschlossen werden.
Bokholt-Hanredders Kindergartenleiterin Heike Zimmermann-Mainka (von links), Elke Möller und Marianna Ahrens betreuen zwei Gruppen und die Spielstube. Foto: Jessen "Bei uns gehen die Anmeldezahlen zurück - aber das ist überall so", bestätigte Bettina Trede, Leiterin des Kindergartens Kirchenstraße in Brande-Hörnerkirchen, im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor dem Sommer hatte die Einrichtung drei Gruppen mit 54 Kindern, jetzt sind es zwei mit 37. "Wir hoffen, dass der Abwärtstrend wenigstens gestoppt ist", so Trede. Die Kindergärten in Brande-Hörnerkirchen hätten lange von den Neubaugebieten profitiert, erklärte Renate Raschkowski, stellvertretende Leiterin des Kindergartens Küsterkoppel. Dieser Boom lasse jetzt nach. In der Küsterkoppel gibt es zwar nach wie vor fünf Gruppen, sie sind aber nicht voll belegt: Statt 100 werden 91 Kinder betreut. "Es werden aber bald einige Kinder dazukommen, die dann drei Jahre alt sind", erläuterte Raschkowski. In Heede wurde jüngst eine Gruppe, die einst aus dem Hemdinger Kindergarten ausgelagert worden war, dorthin zurück verlagert. Grund: Wegen gesunkener Anmeldezahlen steht wieder mehr Platz zur Verfügung. Der im Heeder Dorfgemeinschaftshaus eingerichtete Raum könnte laut Bürgermeister Reimer Offermann künftig bei Bedarf für eine Hortgruppe genutzt werden. Mit freien Kapazitäten kämpft auch der Elternverein Fuchsbau, der den Kindergarten in Bokholt-Hanredder betreut: Sowohl vormittags im Elementarbereich als auch nachmittags in der Spielstube sind noch Plätze frei. In der Spielstube wird jeweils dienstags und donnerstags in der Zeit von 14Uhr bis 17 Uhr mit den Kindern gespielt, gesungen und gebastelt. Der Kindergarten hat zwei Gruppen mit jeweils 19 Kindern. Die Betroffenen sinnen auf Abhilfe. "Wir überlegen, ob wir auch für Unter-Dreijährige eine Betreuung anbieten und die Öffnungszeiten ausweiten", sagte Trede. Flexible Betreuung sei zunehmend gefragt. Zunehmend werden zudem Senioren als Zielgruppe entdeckt: In Bevern wird der Mittagstisch im Kindergarten auch für ältere Bürger angeboten, und der Kindergarten Küsterkoppel denkt über die Schaffung eines Mehrgenerationenhauses nach.
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