THW Das Hilfswerk installierte in überfluteten Regionen eine Trinkwasser-Aufbereitungsanlage |
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Der Mann aus Bokholt hilft in Uganda |
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340 000 Menschen sind dort vom Hochwasser betroffen. Jörg Behling (41) war schon mehrfach als Krisenhelfer im Ausland. |
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Von Arne Kolarczyk Bokholt-Hanredder - Nach den heftigsten Regenfällen seit 35 Jahren steht auf dem afrikanischen Kontinent ein mehr als 6000 Kilometer breiter Landstrich unter Wasser. 340 000 Menschen sind allein in Uganda vom Hochwasser betroffen. In der Krisenregion hilft Jörg Behling aus Bokholt-Hanredder. Seine Aufgabe: eine funktionierende Trinkwasserversorgung aufzubauen. Der 41-Jährige ist Geschäftsführer des Technischen Hilfswerks (THW) in Hamburg. In dieser Funktion war er bereits mehrfach als Krisenhelfer im Ausland eingesetzt - etwa Ende 2004 in Sri Lanka, wo der Tsunami gewaltige Schäden anrichtete. Ähnliche Bilder bieten sich ihm auch im Nordosten Ugandas, nahe der Stadt Katakwi. "Die Lage im Hochwassergebiet ist angespannt", berichtet Behling. Besonders schwierig sei es, die etwa 3500 Menschen im Camp Oongora, rund drei Stunden Autofahrt von Katakwi entfernt, zu erreichen. "Die Lebensbedingungen für die Binnenflüchtlinge sind katastrophal", sagt der Geschäftsführer. Der einzige Brunnen wurde vom Hochwasser überspült und ist nun durch Fäkalien mit Keimen sehr stark belastet. Magen- und Darmerkrankungen sind die Folge. Hier setzt die Hilfe aus Deutschland ein. Die "Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland" (SEEWA) des THW hat in dem Camp eine mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage, die eine Kapazität von 6000 Litern pro Stunde hat, in Betrieb genommen. Die Ausrüstung war zuvor mühsam mit Fischerbooten durch das Hochwasser in das von der Außenwelt abgeschnittene Camp transportiert worden. Nun fließt wieder einwandfreies Trinkwasser. Von der Zapfstelle holen die Familien in Plastikkanistern das lebensnotwendige Nass und tragen es in ihre Hütten. Laut einer ersten Bilanz ist bereits zwei Tage nach Ausgabe des sauberen, aufbereiteten Trinkwassers die Zahl der Magen- und Darmerkrankungen gesunken. Die Arbeit des zehnköpfigen SEEWA-Teams, dem Behling als Verwaltungsleiter angehört, wurde sogar vom ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni gewürdigt. Das Staatsoberhaupt besuchte die Flutgebiete und dankte den THW-Helfern persönlich für die schnelle und wirkungsvolle Hilfe. "Es ist bewundernswert, dass die Einsatzkräfte solche Strapazen auf sich nehmen, um zu helfen." Jörg Behling und sein Team werden noch bis zum Wochenende in Katakwi bleiben, bis ihre Ablösung eintrifft. Am 21. Oktober werden sie dann in Deutschland zurückerwartet.
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