Kreis Pinneberg Kunden stimmten per Karte und per Internet ab |
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Er ist der beliebteste ... |
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Pünktlich, zuverläsig und immer zum Gespräch bereit: Harry Hermsmeier wurde zum besten Zusteller kreisweit gewählt. |
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Von Arne Kolarczyk Bokholt-Hanredder - Am 1. Dezember 1971 trat Harry Hermsmeier seinen neuen Job an. "Ich wollte etwas Sicheres", erinnert sich der 57-Jährige. Also wurde er Briefträger. Die Arbeit macht er heute noch. Und zwar gut. So gut, dass er zu den bundesweit 1000 besten Zustellern (von 80 000 insgesamt) gehört. Im Juli hatte die Post ihre Kunden per Stimmzettel und im Internet wählen lassen. Besonders viele Einsendungen kamen aus Bokholt-Hanredder, wo Hermsmeier die Sendungen des "gelben Riesen" bringt. Seit dreieinhalb Jahren ist der 57-Jährige in diesem Bezirk tätig. "Vorher habe ich schon alle Stationen bei der Post durchlaufen", erzählt er. Fast in allen Teilen Elmshorns war er zu Fuß, per Auto oder Fahrrad unterwegs. Im Innendienst sortierte er Briefe per Hand oder betätigte sich als "Briefdetektiv", wenn Adressen fehlerhaft oder unvollständig waren. Am liebsten hat Hermsmeier mit Leuten zu tun. Wie in Bokholt-Hanredder, wo bis auf ein Mehrfamilienhaus ("Da wohnen sechs Parteien drin") nur Einzelhäuser zur Tour gehören. "Ich kenn' da jeden", sagt der 57-Jährige. Und das gilt nicht nur für die Menschen. Auch mit Katze, Hund und Vogel ist der Postbote bestens vertraut. Und alle mit ihm. Denn Hermsmeier ist einer, auf den Verlass ist. "Ich bemühe mich, dass die Leute ihre Post immer zur gleichen Zeit bekommen." Um 7 Uhr fängt er im Briefzentrum an. Die kleinen Sendungen hat die Maschine vorsortiert, die größeren müssen per Hand nach dem Streckenplan geordnet werden. Das dauert zwei Stunden, dann startet die Tour. "Beim Glacehaus fang' ich an, dann die rechte Seite rein, die linke wieder zurück." 800 Haushalte versorgt Hermsmeier. "Den Wiesengrund etwa um 10.30 Uhr, den Gartenweg dann eine Stunde später." Nach viereinhalb Stunden endet die Tour. Wenn sich der Postbote nicht zwischenzeitlich ein bisschen "verquatscht" hat. Denn Zeit für ein Schwätzchen, am liebsten op platt, nimmt sich der 57-Jährige immer. Und gerade für seine etwas ältere Kundschaft spielt Hermsmeier, wenn es denn sein muss, auch den Ratgeber. "Viele sind ja mit den heutigen Geschäftsgebahren nicht mehr so vertraut." Ihr Postbote schon. Er weiß Rat, wenn etwa eine dubiose Rechnung per Post eintrifft oder eine Einladung zu einer geschickt getarnten Verkaufsveranstaltung ins Haus flattert. Am 27. Oktober reist Hermsmeier nach Berlin, um die Auszeichnung entgegenzunehmen. Seine eigene Post erhält der in Kölln-Reisiek wohnende 57-Jährige, der sich dort auch in der Feuerwehr engagiert, übrigens auf besondere Weise: "Die drückt mir der Kollege gleich im Briefzentrum in die Hand."
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