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Von Uta Paulus Bokholt-Hanredder. Die Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Bokholt-Hanredder wurde auf Antrag des Gemeindevertreters Stefan Müller um einen Punkt erweitert. Der Grund: Er wollte eine Aussprache zu Vorfällen und persönlichen Angriffen nach der Besetzung der Stelle einer Schulsekretärin. Er wollte dies auch gern öffentlich klären. Der Hintergrund: An der Grundschule wurde die Stelle einer Schulsekretärin geschaffen Müllers Ehefrau hatte sich für die Position interessiert. Die Gemeindevertreter und auch Schulleiter Walter Rathmann waren mit dieser Bewerberin durchaus einverstanden. Doch schließlich musste die Gemeinde den offiziellen Weg beschreiten und die Stelle öffentlich ausschreiben. Von 65 Bewerberinnen wurden neun zum Gespräch eingeladen, letztlich fiel die Wahl auf Carola Ullrich aus Elmshorn. Müller wunderte sich darüber, dass eine Kommission aus Bürgermeister Wolfgang Mohr (CDU), Ausschussvorsitzenden Renke Eschner (CDU) und den Gemeindevertretern Wulf Brinkmann (SPD) und Wilfried Wenske (FWB) über die Einstellung entschieden hätten, und nicht etwa der Schulleiter. "An keiner anderen Schule wird das so gehandhabt", so Müller. Er empfinde es als Strafe, Gemeindevertreter zu sein, wenn das der Grund sei, warum seine Frau keine Chance mehr gehabt habe. Auch in Umlauf gebrachte Begründung, Müllers würden ja genug Geld verdienen und Äußerungen, er habe angeblich Druck ausgeübt, hätten ihn verärgert. Müller fragte in einer Art Verhör die einzelnen Gemeindevertreter direkt danach. Brinkmann antwortete: "Ich habe keinen Druck ausgeübt gefühlt." Nur habe er sich eines Besseren belehren lassen, dass die rechtliche Lage eine öffentliche Ausschreibung vorsehe. Wenske sagte, er fühle sich nur unter Druck, weil er das Thema gern nicht öffentlich behandelt hätte. Mohr meinte, er habe die Äußerung Müllers, dass seine Frau den Job gern hätte, nicht als Druck, sondern einfach als Statement angesehen. Renke Eschner hingegen gab zu, dass er Druck gefühlt habe. "Zunächst von außen, weil wir keine Ausschreibung gemacht haben, und dann auch von dir, als du nach der Stimmung gefragt hast". Er könne sich nur entschuldigen, er habe die Familie nicht in Misskredit bringen wollen. Müller nahm die Entschuldigung nicht an und forderte den Rücktritt von Eschner. Er warf Eschner auch vor, sich gegenüber Ullrich negativ über ihn geäußert zu haben. Gleichzeitig stellte Müller klar, er sei nicht vom Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Voßlocher Sportvereins zurückgetreten, weil seine Frau nicht genommen worden sei. Vielmehr sei er enttäuscht gewesen, von Mohr, der Vorsitzender des VSV ist, erst nach Verstreichen eines Wochenendes über die Entscheidung informiert worden zu sein. Die Bürger zeigten sich mit dieser zufrieden: "Ich finde es gut, dass es eine neutrale Person ist, die nichts persönlich mit der Schule zu tun hat", so Zuhörerin Maren Balzer.
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