Nicht alle SPD-Bastionen sind gefallenAuch in den Dorf-Parlamenten beginnt das große Stühlerücken - zumeist zu Lasten der SPD. Doch es gibt auch AusnahmenVon Thomas Klink |
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Kreis Pinneberg - "Wir sind einfach mit abserviert worden." Die Wahlanalyse des Hasloher Bürgermeisters Klaus Rösner (SPD) fällt knapp und präzise aus. Rösners Genossen sackten von 57,3 auf 46 Prozent der St immen ab. Nun könnte eine Ära zu Ende gehen. Seit 13 Jahren ist Rösner (63) Bürgermeister in Hasloh, seit Sonntag hängt alles von der FDP ab. Die Liberalen wollen noch in dieser Woche entscheiden, ob sie Rösner zu einer weiteren Amtszeit verhelfen oder sich der CDU zuwenden. "Ich würde es bedauern, wenn die Entscheidung gegen mich ausfiele" , sagt der Sozialdemokrat . Immerhin hat te Rösner das mit Abstand beste Ergebnis aller Gemeinderatsbewerber eingefahren, der CDUSpitzenkandidat Wolfgang Jendretzky zieht dagegen nur über die Liste ein. Genosse Trend hat die Sozialdemokraten nicht nur in Hasloh voll erwischt . Und das Debakel hat viele Facet ten. 28,9 Prozent in der roten Hochburg Uetersen sind zweifellos ent täuschend, doch was ist wohl von 9,5 Prozent in Westerhorn zu halten? Dort gelten zwar seit j eher "bayerische Verhältnisse" , doch vor fünf Jahren hat te die SPD immerhin noch 22,4 Prozent erzielt . Einstellig ist das SPD-Ergebnis j etzt auch in Haselau (9,1 Prozent ) . Dort allerdings gabs schon 1998 nur 10,3 Prozent - viel weniger geht offenbar nicht . Viel mehr aber oft auch nicht : Holms CDU klet terte von 70,3 auf 71,9 Prozent , übert roffen nur von Haseldorf mit 72,2 Prozent . Doch es gibt auch rote Hochburgen - sie wurden geschleift , aber nicht erobert . Den Genossen in Kölln-Reisiek gingen 8,5 Prozentpunkte flöten, dennoch reichte es für 59,3 Prozent . in Heidgraben gings um elf Prozentpunkte bergab auf immerhin noch 60,5 Prozent. Dass die Wähler nicht überall in die gleiche Richtung wanderten, ist unter anderem in Bilsen zu erkennen. Dort t rat die SPD nicht mehr an. Die 33,2 Prozent , die von ihr 1998 verbucht worden waren, gingen nun offenbar aufs Konto des neuen Bürgerforums Bilsen, das obendrein auch CDU-Wähler überzeugte. Bilsens CDU gab fast neun ihrer vormals 66,8 Prozentpunkte ab. In Het lingen legte die Freie Wahlgemeinschaft von zwölf auf 21,7 Prozent zu. Darunter lit t nicht nur die SPD, sondern auch die CDU, die drei Prozentpunkte abgab. Damit sind die Bürgermeister Rainer Ute Harms und Klaus Groth die einzigen Verlierer im großen Heer der jubelnden Christdemokraten. Ausnahmen im sozialdemokrat ischen Jammertal sind ebenso schwer zu finden. In Seester profit ierten die Genossen mehr als die CDU vom Aus der "grün angehauchten" Wählergemeinschaft . Die SPD verbesserte sich von 31,6 auf 39,7 Prozent . Im Nachbarort Seestermühe waren die St immen des nicht mehr kandidierenden Einzelbewerbers Ot to Schinkel zu verteilen. Der SPD bescherte dies ein Plus um achteinhalb Prozent. Dem Trend get rotzt haben auch die Sozialdemokraten in Brande-Hörnerkirchen. Auch dort löste sich eine Wählergemeinschaft auf. Die CDU legte nun um fast zwölf, die SPD immerhin um sechs Prozent zu. In Hemdingen gewannen die Sozialdemokraten eineinhalb Prozent dazu. Und in Bokholt-Hanredder gings von 25 auf 28 Prozent bergauf. Ob der Kanzler das weiß? erschienen am 5. März 2003 in Pinneberg
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