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Von Ulf Marek Bokholt-Hanredder. Die Untersuchen durch den so genannten Schul-TÜV brachten es an den Tag: Die Grundschule in Bokholt-Hanredder muss sich, um für die Zukunft fit zu werden, bautechnischen Veränderungen unterziehen. Die Leistungen des Lehrerkollegiums und die Resultate seiner Schularbeit in Bokholt-Hanredder erhielten zwar durchweg gute Beurteilungen, jedoch gab es Abstriche in Bezug auf das alte Schulgebäude. Die Prüfungskommission stellte mehrere Mängel fest, die zu beseitigen wären. "Das Schulgebäude besticht durch seine lange Tradition, es vermittelt durch schöne Elemente eines Altbaues eine sehr heimelige Atmosphäre", heißt es in dem Abschlussbericht. Allerdings sei es in den sehr unübersichtlichen Räumlichkeiten verhältnismäßig schwer, eine dem Unterricht angemessene Übersichtlichkeit und Struktur für die Kinder zu schaffen. "Klassenräume sind ausreichend vorhanden, die Lehrkräfte bemühen sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Räume lernförderlich herzurichten. Allerdings kann diese Ausgestaltung nicht durchgängig gelingen, es fehlt in fast allen Bereichen ein zusammenpassendes, funktionales Mobiliar."
Das Gebäude der Schule besitzt bereits eine lange Geschichte: Im Jahr 1905 wurde es an dicht an der Straße zwischen Elmshorn und Barmstedt errichtet. Foto: pr Insgesamt befinden sich die schulischen Einrichtungen in einem "eher problematischen Zustand". Besonders die Sanierung der Toiletten und die Renovierung der Klassen und Flure seien dringend notwendig. Die Schulturnhalle werde von den örtlichen Vereinen mitgenutzt. Sie sei besonders gut ausgestattet und verfüge über ein sehr großes Raumangebot. "Darüber hinaus besitzt die Schule keine weiteren Fachräume. Hier sollte seitens des Schulträgers wenigsten über die Errichtung eines multifunktional ausgestatten Sonderraumes für die Bereiche Musik, Kunsterziehung und Werken nachgedacht werden. Dieses ist auch an einer kleinen Schule zur Erfüllung des Lehrplanes zwingend notwendig", so die Prüfungskommission. Weiterer Kritikpunkt: Der Schulhof. Dieser sei in vielen Bereichen sehr kindgerecht ausgestattet, aber er erscheine gemessen an der Schülerzahl eher klein. "Um den Bewegungsraum für die Grundschüler zu vergrößern und die Vielfalt des Angebotes zu verbreitern, sollte über die Nutzung des benachbarten Spiel- und Fußballplatzes nachgedacht werden."
Die Grundschule in Bokholt-Hanredder wird im nächsten Jahr an mehreren Stellen umgebaut und saniert. Foto: Marek Die Gemeindevertretung reagierte auf die Beurteilungen der Schul-TÜV-Prüfungskommission und debattierte bereits Pläne für etwaige Umbaumaßnahmen. So soll der alte Toilettentrakt abgerissen und dafür Toiletten im Erdgeschoss sowie im ersten Stock des Schulgebäudes eingerichtet werden. Das Treppenhaus soll mit Brandschutztüren versehen und im Sinne des Brandschutzes auf den neusten Stand gebracht werden. Die ehemalige Wohnung des Hausmeisters wird umgewandelt. In ihr entstehen ein neues Lehrerzimmer sowie zwei Büroräume. as heutige Lehrerzimmer soll in ein Klassenraum umgestaltet und ein bisheriger Klassenraum zu einem Fachraum werden. Bürgermeister Wolfgang Mohr begründete die Notwendigkeit der Umgestaltungsmaßnahme mit einem Hinweis auf das neue Schulgesetz. Darin werden unter anderem Vorgaben zu Mindestgrößen von Räumen klar artikuliert. Die Ausstattungen von Schulen bilden zukünftig ein regelrechtes Wettbewerbskriterium. Aus diesem Blickwinkel gesehen, sei ein Umbau unabdingbar, wenn die Schule als Einrichtung vor Ort erhalten werden soll. Die Baumaßnahmen werden im Frühjahr des nächsten Jahres starten und sich über die Sommerferien hinweg ausdehnen. Einige Zeit werde es sogar notwendig sein, Unterricht vorübergehend in einer Containerklasse zu erteilen. In der Grundschule Bokholt-Hanredder werden zurzeit 74 Schüler in vier Klassen unterrichtet. Die durchschnittliche Klassenfrequenz der Schule liegt bei 18,5 Schüler und damit deutlich unter dem Kreisdurchschnitt. Die Anzahl der Klassenwiederholer beziehungsweise Rücktritte hält sich seit vielen Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau.
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