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Von Helga Pergande
Bokholt-Hanredder. Die örtliche Grundschule soll einen erweiterten vierten Klassenraum erhalten. Einstimmig erging der Grundsatzbeschluss während der letzten Gemeinde- vertretersitzung in der vergangenen Legislaturperiode in Bokholt-Hanredder
Die Erweiterung muss nicht ausgeschrieben werden, informierte Bürgermeister Wolfgang Mohr. Daher erging der Beschluss zu der Auftragsvergabe für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Für die nicht unerhebliche Investition kann ein Darlehen aus dem kommunalen Investitionsfonds zu einem günstigen Zinssatz genommen werden, stellte Mohr fest.

Die Kita-Eltern wollen die Hecke erhalten.
Das nahezu unendliche Thema "Sondergebiet Baustoff- und Biomasseverwertung" stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Hier ging es um die Änderung des Flächennutzungsplans zur Erweiterung um 0,5 Hektar der Sonderbaufläche. SPD-Gemeindevertreter Wulf Brinkmann mahnte aufzupassen, dass auf der Fläche keine Abfälle landeten,und erteilte Genehmigungen nicht umgangen würden. Der Aufstellungsbeschluss erging mit fünf Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen sowie eine Enthaltung.

Dr. Thomas Pawlik (parteilos, von links), Stefan Müller (FWG) und Otto Hartlieb (parteilos) während der Sitzung. Fotos (2): Pergande
Über die Aufstellung des Bebauungsplans Nummer 15 zur Ausweisung des Sondergebiets südlich der Hauptstraße (L 57) sowie östlich und nördlich der Bokholter Straße stimmten die Gemeindevertreter außerdem ab. Dazu mussten die bisherigen Aufstellungsbeschlüsse aufgehoben und ein neuer Aufstellungsbeschluss gefasst werden. Das Abstimmungsergebnis lautete: fünf Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen.
Etliche Bürger der Gemeinde haben ein Rattenproblem, berichtete eine Bewohnerin der Gemeinde während der Bürgerfragestunde. Eine Rattenplage breite sich langsam, aber sicher von Gärten mit Komposthaufen aus, und es sei teuer und fast unmöglich, die Tiere ohne Hilfe zu bekämpfen. "Ich kann gesetzlich nicht anordnen, dass die Bürger Rattenkästen auslegen", sagte Bürgermeister Mohr. Der anwesende Büroleitende Beamte des Amts Rantzau, Heinz Brandt, gibt das Problem an das zuständige Ordungsamt weiter.
"Wir wollen unsere Hecken behalten!" Mit Nachdruck stellte Silke Henicke die Forderung während der Gemeinderatssitzung im Bürgerhaus. Sie ist im Vorstand des örtlichen Kindergartens "Fuchsbau". Im Zuge der Bauarbeiten für die Umgestaltung des Schulhofs. (er soll durch die Schließung der Stichstraße zwischen Kita und Schule erweitert werden) sollten zwei Hecken weichen, die den Kindergarten von der Straße Schulsteig sowie einem Privatgrundstück trennen. Begründung: der Zaun, der parallel dicht an der Hecke verläuft, sei marode und müsse erneuert werden. Außerdem sehe die Hecke nicht mehr besonders toll aus. Einige Gemeindevertreter meinten, die Hecke könne weichen, da sie zudem pflegeintensiv sei. Kita-Eltern und Betreuung denken da ganz anders. "Wir möchten unsere Kinder nicht öffentlich zur Schau stellen", sagte Henicke.
Die blickdichte hohe Hecke gilt als Schutz für die spielenden Kinder. Zudem würden diese die grüne Mauer sowie weiteren Bewuchs im Garten für kreatives Spielen nutzen. Der grün eingerahmte Platz bietet den Kindern eine kuschelige Atmosphäre. Fazit: Die Hecke bleibt.
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