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Bokholt-Hanredder. (wi) Die Gemeindevertreter Bokholt-Hanredders glauben an die Zukunft ihrer Grundschule. Das beweist ein Beschluss, den die Lokalpolitiker während ihrer jüngsten Sitzung trafen. Ursprünglich sollten einmal 520 000 Euro in den Schulumbau fließen. Geeinigt hat man sich schließlich auf eine knapp 50 Prozent günstigere "Einsparvariante". Demnach soll der Schulanbau, der vor allem den Toilettentrakt und die Heizungsanlage beherbergt, erhalten bleiben. Statt eines teilweisen Neubaus steht jetzt eine großflächige Sanierung des Altbaus an. Die Elektrik soll komplett erneuert werden, vorgesehen ist ein Neuanstrich des Innenbereiches, neue Bodenbeläge sollen
verlegt sowie WC und Küche modernisiert werden. Vor allem aber soll ein viertes Klassenzimmer geschaffen werden.
Dafür wird das Lehrerzimmer verlegt. Zurzeit bietet die Schule Raum für drei Klassenräume, hinzu kommt ein kleinerer "Notraum". Die Politiker entscheiden sich jedoch für Variante zwei ohne Container. Die Kinder sollen während des Umbaus in Ersatzräume bei der Feuerwehr ausweichen. Der Hoffnung, den kompletten Umbau während der sechs Sommerferien Wochen abschließen zu können, widersprach Witte: "Der Zeitraum ist für die Maßnahmen wohl zu kurz." Gemeindevertreter Wulf Brinkmann stellte vor der Abstimmung die Frage, was wäre, wenn aus Kiel in einem Jahr das Nein für den Fortbestand der Grundschule in Bokholt-Hanredder kommt. "Haben wir das Geld dann in den Sand gesetzt?",fragte der SPD-Politiker und gab sich selbst die Antwort:"Das muss uns die Sache wert sein." Die Schule erfülle schließlich auch "einen sozialen Aspekt" und sei ein elementarer Teil des Dorflebens. Entsprechend müsse man sich für ihren Erhalt stark machen, und dieser sei nur auf Basis der Sanierungsarbeiten möglich. Architekt Jan-Peter Witte plant, dass mit der Auftragsvergabe dann Ende Mai bis Anfang Juni dieses Jahres begonnen werden kann - "wenn alles gut geht".
Carsten Wittmaack, 14.03.2009
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