Neues Baugebiet beschlossenVon Klaus Lübeck |
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Bokholt-Hanredder. Im Mittelpunkt der Gemeindevertretung Bokholt-Hanredders haben die Aufstellung eines Flächennutzungs- und eines Bebauungsplans gestanden. Zwar sei der Wunsch einer kleineren Bebauung Am Schulweg auf Ablehnung des Lands gestoßen, doch sei parallel eine neue Wohnbebauungsfläche im Ortsteil Vossloch südlich der Landesstraße 75 (L 75) und westlich der Straße Am Bast im Anschluss an die vorhandene Bebauung gefunden worden, betonte Bürgermeister Wolfgang Mohr. |
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Schriftführer Arne Zentner (links) vom Amt Rantzau und Bürgermeister Wolfgang Mohr während der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl. Foto:Lübeck |
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Da ein weiterer Kaufinteressent vorhanden sei, sei eine Entscheidung während der Sitzung nötig, ob die Gemeinde vorab das Gelände erwerben wolle, so Mohr. Dies wurde in einem anschließenden nicht öffentlichen Teil verhandelt. Die Kommunalpolitiker beschlossen zunächst in öffentlicher Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplans unter dem Vorbehalt, dass sich eine Mehrheit im nicht öffentlichen Teil für den Kauf des Grundstücks fände. Sie fand sich. Der Auftrag, einen Planungsentwurf für das Gelände zu erstellen, ging an den günstigsten Anbieter, das Ingenieurbüro Klütz & Collegen. In einer Sitzungspause hatten die Gemeindevertreter und die zahlreichen Gäste Gelegenheit, eine ausgehängte Karte des Flächennutzungsplans im Status eines Vorentwurfs zu studieren. Ein Politiker fragte, warum eine derart große Sonderfläche mit Zweckbestimmung „Baustoff- und Biomasseverwertung“ nördlich der Bokholter Straße und südlich der Landesstraße 75 bis zur Stadtgrenze Elmshorn ausgewiesen werde. Er fragte ferner nach Auflagen, wer etwa bei Grundwasserbelastungen hafte. Zudem sei die Bokholter Straße schon jetzt besonders dreckig. Mohr verwies auf Gremienbeschlüsse und auf den weiteren Verfahrensverlauf. Die zuständigen Ämter würden Auflagen festschreiben. Zudem sei für die Errichtung jeder Halle - bis zu vier fänden auf der Sonderfläche Platz - ein eigener Bauantrag notwendig. Zuvor hatte Mohr dargelegt, dass bei unterbleibender Umsetzung des Flächennutzungsplans keinerlei Regressansprüche gegenüber der Gemeinde entstünden. Ein Einwohner stellte die Eignung der Bebauungsfläche im Ortsteil Vossloch in Frage. Durch die angrenzende Baumschule drohten Bauwilligen Probleme, etwa wegen des zu erwartenden Pumpenlärms. Ein Nachtragshaushalt wurde beschlossen. Insbesondere Abwasserkosten, die 35 000 Euro höher als erwartet ausfielen, hatten dies notwendig gemacht. Zudem hat - so der Bürgermeister - eine Änderung des Zuweisungsschlüssels der Einkommensteuer seitens des Lands die Einnahmensituation verschlechtert. Ursache für die hohen Abwasserkosten seien massive Regenfälle, die in die Kanalisation sickerten. Bürgermeister Mohr berichtete zudem, dass der TESLA-Linearbeschleuniger von DESY bis auf weiteres nicht gebaut werde: „Aufgeschoben ist aber noch nicht endgültig aufgehoben, wir müssen wachsam bleiben.“ Auf Grund langfristiger Kontrakte könne der Gasversorgungsvertrag mit der Schleswag erst im Jahr 2009 gekündigt werden. Einwohner regten die Einrichtung bürgerfreundlicherer Öffnungszeiten für die Amtsverwaltung an. Arne Zentner vom Amt Rantzau berichtete auf Nachfrage, dass seine Behörde ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät beschafft habe. Dieses werde vom Ordnungsamt in Absprache mit der Polizei für die Dauer von vier Wochen an Gemeinden verliehen. Die Gemeindevertreter stimmten der Wahl des stellvertretenden Wehrführers Dierk Engelbrecht zu und würdigten den altershalber ausgeschiedenen Bernhard Tietjen. Am Sonnabend, 8. März, findet die Aktion „Sauberes Dorf“ statt. Mohr monierte, dass zuletzt fast nur Gemeindevertreter und Jugendfeuerwehrleute erschienen seien, das möge diesmal anders sein. |
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