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Von Elisabeth Meyer BARMSTEDT UND UMGEBUNG. Der Zweckverband des Alten- und Pflegeheims Barmstedt-Rantzau hat gestern dem Ausscheiden der Gemeinden Bilsen, Bokholt-Hanredder, Ellerhoop und Klein Offenseth-Sparrieshoop zugestimmt. Sie müssen den Beschluss noch von ihren Räten absegnen lassen. Finanzielle Folgen für die verbleibenden Gemeinden und die Stadt Barmstedt soll die Entscheidung nicht haben: Die ausscheidenden Gemeinden müssen sich verpflichten, sich an den freiwilligen Ruhestandsleistungen für die derzeitigen Heim-Mitarbeiter zu beteiligen, die ihnen vertraglich garantiert wurden. Der dafür festgelegte Betrag beläuft sich auf 80 Euro pro Einwohner, wie Verbandsvorsteher Nils Hammermann gestern mitteilte. Bilsen hat etwa 730, Bokholt-Hanredder 1300, Ellerhoop 1350 und Klein Offenseth-Sparrieshoop 2600 Einwohner. Zahlen müssen die Gemeinden jedoch nur, wenn der Verband sich vor dem Jahr 2030 auflösen sollte und die Zusatzrenten dann nicht mehr aus dem laufenden Betrieb erwirtschaftet werden können. Laut Heimleiterin Gisela Rokitta sind aber 33 der 46 Mitarbeiter zurzeit älter als 45 Jahre; sie werden voraussichtlich vor 2030 in den Ruhestand gehen. Künftige Mitarbeiter sollen andere Verträge erhalten, so Hammermann. Die Bürgermeister der Austritts-Gemeinden begründeten den Schritt mit der mangelnden Konkurrenzfähigkeit des Seniorenheims. "Der Betrieb ist einfach zu teuer, das können Private besser", sagte Rainer Ute Harms (CDU, Bilsen). Er befürchtet schon lange, dass das defizitäre Heim den Gemeinden hohe Kosten verursachen wird. "Jetzt fängt endlich ein Umdenken an", kommentierte er die gestrige Entscheidung. Ellerhoops Bürgermeister Martin Pentz (CDU) erklärte, seine Gemeinde sei "der Meinung, dass die Altenpflege bei privaten Unternehmen besser aufgehoben ist". Die verbleibenden Mitglieder sind ebenfalls zufrieden: "Es ist besser, wenn nur die Gemeinden im Zweckverband sitzen, die auch dahinter stehen", sagte Hammermann. Ab 2010 will sich aber auch der Zweckverband für die Zukunft rüsten: mit neuem Haus und neuem Konzept. Auf dem städtischen Gelände neben der Feuerwache an der Marktstraße - das der Zweckverband im Tausch mit dem Gelände an der Brunnenstraße erhält - soll für 6,5 Millionen Euro ein zweistöckiges, 5000 Quadratmeter großes Gebäude errichtet werden. In sieben "Hausgemeinschaften" sollen dort 91 Senioren wohnen. An der Brunnenstraße werden 63 Senioren betreut, die zum Teil in Doppelzimmern wohnen. Das jetzige Heim an der Brunnenstraße soll nach Fertigstellung des Neubaus samt Grundstück verkauft werden. Draufzahlen werde die Stadt zumindest beim Tauschgeschäft nicht, sagte Hammermann: Mit 6500 Quadratmetern sei das Grundstück zwar größer, aber durch die Lage weniger wert als das 5800-Quadratmeter-Areal neben der Feuerwache.
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