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Von Helga Pergande BOKHOLT-HANREDDER. Die Gemeindevertreter der Gemeinde Bokholt-Hanredder beschlossen während der jüngsten Sitzung, der ortsansässigen Firma Maaß-Hell sowie der Firma Biomassekontor Schleswig-Holstein GmbH letztmalig eine Frist bis zur nächsten Gemeinderatssitzung im März 2010 einzuräumen und bis dahin auf eine Kündigung des öffentlich-rechtlichen Vertrags zu verzichten. Mit diesem Beschluss folgte der Gemeinderat nicht den Empfehlungen der beiden Ausschüsse Bau und Planung sowie Umwelt und Verkehr.
Die Bokholter Bürger als aufmerksame Zuhörer während der Bürgerfragestunde. Foto Pergande Die Ausschüsse hatten dafür plädiert, den Vertrag mit dem Biomassekontor unverzüglich zu kündigen, weil die Verpflichtungen der Firma aus dem Vertrag in punkto Straßenausbesserung aufgrund des Unternehmens bedingten Schwerlastverkehrs in der Bokholter Straße mit der Gemeinde bisher nicht erfolgten. Weiterhin empfahlen die Ausschüsse, den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des F-Plans zur Erweiterung der Sonderbaufläche Baustoffe und Biomasseverwertung sowie den zur Aufstellung des B-Plans 15 aufzuheben. Die Ausschüsse empfahlen auch die Änderung des erwähnten F-Plans zur Reduzierung der Sonderbauflächenausweisung. Das Biomassekontor nutzt eine geduldete Fläche zur Lagerung von Holz und Bodenaushub. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung ruhen alle Forderungen. Die Gemeinde erwartet allerdings in diesem Zeitraum von dem Unternehmen eine zügige Lieferung der erforderlichen Daten für die beschleunigte Durchführung der Bauleitplanung (F-Plan Änderung) sowie Aufstellung des B-Plans 15. Weiterhin erwartet die Gemeinde eine konkrete Aussage zur Finanzierung und Durchführung der Erschließung des Gebiets, sprich, Ausbau der Bokholter Straße. Die Gemeinde fordert zudem die Vorlage der vertraglich vereinbarten Bürgschaft von 308 000 Euro. Die Rattenbekämpfung war ein weiteres Thema der von Zuhörern gut besuchten Gemeinderatssitzung. "Die Bürger stehen in der Pflicht, das vermehrte Aufkommen von Ratten zu bekämpfen", so Eschner. Informationen zum Zeitpunkt der Bekämpfung werden verteilt. Den fehlenden Brandschutzplan für Bürgerhaus und Kindergarten forderte Wulf Brinkmann (SPD) ein. "Es ist wichtig, die Markierungen der Fluchtwege an Polizei und Feuerwehr zu verteilen und vielleicht mit einer praktischen Übung zu vertiefen", so Brinkmann.
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