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von Siegfried Schilling BOKHOLT-HANREDDER. Der Grundsatzbeschluss wurde während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Bokholt-Hanredder gefasst: Die Freiwillige Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug - und zwar ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20/16). Allerdings steht noch nicht fest, wann - das hängt nicht zuletzt von der "Kassenlage" der Gemeinde ab. "Wir rechnen mit einem Zeitraum bis zu drei Jahren", erläuterten Wehrführer Jörn Witt und sein Stellvertreter Klaus Balzer im Gespräch mit unserer Zeitung. "Wenn die Gemeinde Grundstücke verkaufen könnte, stiegen allerdings die Chancen, dass wir eher zu einem neuen Fahrzeug kämen." Dieses wäre, wie die beiden Brandschützer darlegten, wie folgt ausgestattet: In die Kabine, in der neun Kameraden Platz finden, sind im Aufbau zwei Pressluftatmerhalterungen gegen die Fahrtrichtung und zwei Pressluftatmerhalterungen in Fahrtrichtung integriert. Gerätetiefräume und Drehfächer im Geräteraum bieten optimale Möglichkeiten zur Entnahme und sicheren Lagerung von Ausrüstung inklusive Beleuchtung, hydraulischem Rettungsgerät und anderem mehr. Die Löschanlage besteht aus einer Normaldruckpumpe mit Bedienungsdisplay. Die Löschleistung beträgt 35 00 Liter pro Minute bei acht Bar. Der Tank fasst 24 00 Liter - mit automatischer Niveauregulierung.
Wehrführer Jörn Witt (links) und sein Stellvertreter Klaus Balzer begrüßen den Grundsatzbeschluss zur Anschaffung eines neuen Fahrzeugs. Schilling "Für uns ist es wichtig, dass wir die Geräte, die wir mitführen müssen, ordnungsgemäß und sicher unterbringen können und am Einsatzort schnell zur Hand haben", so der Wehrführer. Aktuell verfügt die Freiwillige Feuerwehr Bokholt-Hanredder mit ihren 32 Aktiven und sieben Jugendfeuerwehrleuten über vier Einsatzfahrzeuge: einen Einsatzleitwagen (ELW 1), ein Tanklöschfahrzeug (TLF 8/18), ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) und ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Gerätewagen (TSF/GW). Dieses Fahrzeug wird ausgemustert, wenn das neue eingetroffen ist. Leistungsniveau durch Übungen erhalten "Die Fahrzeuge stehen im 1979 fertiggestellten und 2001 aufgestockten Gerätehaus an der Hauptstraße in Bokholt-Hanredder. Dort ist auch ausreichend Platz für Ausrüstung und Schulungen sowie Übungsflächen für praktische Ausbildung vorhanden. Regelmäßige Übungen sind erforderlich, um die stetig steigenden Aufgaben und Herausforderungen zu meistern. Daher ist jeweils am ersten Montag im Monat ein Dienstabend angesetzt, auf dem neben dem schnellen Aufbau eines Löschangriffs und dem sicheren Umgang mit Schere und Spreizer auch "Knoten und Stiche" geübt werden. Monatlich abwechselnd treffen sich darüber hinaus die beiden Gruppen, um auf den sonntäglichen Fahrdiensten die Funktionstüchtigkeit der Hydranten und Bohrbrunnen im Dorf zu prüfen. Damit eine optimale Kommunikation über Sprechfunk im Einsatzfall gewährleistet ist, nimmt jeder Kamerad mindestens einmal jährlich an einem Funkdienst im Funkkreis Nord teil. Um nicht aus der Übung zu kommen, treffen sich die Atemschutzgeräteträger zudem zwei- bis drei Mal pro Jahr zum Bewältigen einer Übungsstrecke im Übungshaus des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Pinneberg in Tornesch-Ahrenlohe. Eines der besonderen Highlights im Laufe eines Jahres ist die gemeinsame Hauptübung mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Klein-Offenseth-Sparrieshoop und Barmstedt. Jährlich abwechselnd findet diese entweder in Bokholt-Hanredder oder den Nachbargemeinden statt.
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