Das Schleswig-Holstein Portal
Insektenstiche  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Insektenstiche
Gestochen - was nun?
 
Wespe Insektenstiche sind meist schmerzhaft und unangenehm, aber relativ ungefährlich, wenn Arme und Beine gestochen werden. Anders sieht es aber bei Stichen im Augen-, Ohren- oder Mundbereich aus. In diesen Fällen muß unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
 

Was ist zu tun, wenn man von einer Biene oder Mücke gestochen wurde? Auf dieser Seite möchten wir dazu praktische, leicht umsetzbare Tipps geben. Sie können diesen Artikel ganz lesen oder durch klicken auf die entsprechende Überschrift das heraussuchen, was Sie interessiert.



Warum stechen Insekten?

Mücken stechen, um sich zu ernähren.  Dabei stechen ausschließlich die weiblichen Mücken, deren verlängertes Mundwerkzeug sich zum Stechen und Saugen eignet. Sie stechen, um Blut zu saugen, von dem sie sich ernähren. Beim Stich injezieren sie Speichelflüssigkeit in die Haut, was die Schwellung und Rötung verursacht. In unseren Breitengraden ist dies nicht weiter gefährlich. In Asien und Afrika allerdings befinden sich in der Speichelflüssigkeit Mikroorganismen, die Malaria, Gelbfieber und das Denguefieber auslösen. Übrigens, richtiger ist es, wenn man sagt, daß Mücken beißen.

Bienen und Wespen hingegen stechen, um sich zu wehren. Der Stich einer Wespe, die anders als die Biene ihren Stachel wieder aus der Haut herausziehen können, bringt u.a. zwei Stoffe in unseren Körper - Histamin und einen die roten Blutzellen auflösenden Faktor. Der Stachel der Biene bleibt zusammen mit einem Giftbeutel in unserer Haut zurück.



Was bewirkt ein Insektenstich?

Grundsätzlich gilt, daß durch einen Stich, Fremdkörper in unseren Organismus gelangen. Wann immer dies geschieht (außer bei der Nahrungsaufnahme), löst dies einen Abwehrmechanismus aus, dessen Aufgabe in der Identifikation des Eindringlings und dessen Unschädlichmachung ist.

Ein in uns eingedrungener Fremdkörper wird als Antigen bezeichnet. Sobald so ein Antigen entdeckt wurde, eilen Zellen herbei, um eine Identifikation vorzunehmen. Danach erfolgt ein Abgleich der erlangten Informationen mit dem bereits vorhandenen "biologischen Gedächtnis". Ist das Antigen bekannt, wird der dafür gespeicherte Abwehrgang ausgelöst. Bei einem unbekannten Antigen nehmen Zellen (Makrophagen) das Antigen in sich auf und "analysieren" den Eindringling. Aufgrund der dabei gewonnenen Informationen entstehen Antikörper, die sich um die Vernichtung der Antigene kümmern. Gleichzeitig werden die Informationen über das Antigen im "biologischen Gedächtnis" abgespeichert, damit künftig sofort geeignet auf ein solches Antigen reagiert werden kann.

Beim Mückenbiß oder Wespen- bzw. Bienenstich funktioniert dieses System nur eingeschränkt, weil jedes Insekt seine Antigene in unseren Körper bringt, d.h., daß unser biologisches Gedächtnis darüber nur über prinzipielle, nicht aber über exakte Informationen verfügt. Eine gespeicherte Reaktionsmöglichkeit ist damit nicht abrufbar. Für jeden einzelnen Stich oder Biß muß also der Identifikationsvorgang separat ausgelöst werden. Daher sind Impfungen gegen solche Antigene nicht möglich. Lediglich gegen isolierte und eindeutig erkannte Antigene (z.B. Malaria) läßt sich prohylaktisch etwas unternehmen.

Zusammenfassend kann man also sagen, daß Insektenstiche ein Antigenimport sind, der die dafür vorgesehene Abwehrreaktion unserer Zellen auslöst.



Erste Hilfe und Therapie

Um eine schnelle Linderung der durch den Stich herbeigeführten Symptome zu bekommen, müssen wir unsere körpereigene Abwehrreaktion unterstützen. Durch den Einsatz eines Antiseptikums reduzieren wir die Zahl der Antigene, um die sich unser Körper kümmern muß. Dies führt die streßproduzierende Abwehrreaktion unseres Körpers zurück auf ein Maß, mit dem wir uns wohl fühlen. Ein solches Antiseptikum ist beispielsweise Teebaumöl, das eigentlich in keinem Haushalt fehlen sollte. Speziell für Mückenstiche hat sich aber auch Lavendelöl bewährt. Ich habe mir eine Mischung aus Teebaum- und Lavendöl zu gleichen Anteilen bereitet, deren Anwendung sofort lindernd wirkt. Einige Tropfen auf die Einstichstelle genügen, um diese zu desinfiizieren. Unmittelbar danach zeigt uns der nachlassende Juckreiz bei Mückenstichen, daß das Öl seine unterstützende Arbeit geleistet hat.

Bei einem Bienen- oder Wespenstich hilft  die Homöopathie hervorragend. Getreu dem homöopathischen Grundsatz "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt" setzt man dazu APIS MELLIFICA ein, also Bienengift. Wenn die Folgen des Stichs brennend, rötend, heiß und stark geschwollen sind, sollte man APIS MELLIFICA in der Potenz D 12 einsetzen. 10 Kügelchen oder 15 Tropfen alle halbe Stunde genommen, beseitigen die Symptome sofort. NICHT GEEIGNET FÜR BIENENGIFT-ALLERGIKER!

Schmerzlindernd für alle Insektenstiche wirkt eine rohe Zwiebelscheibe, die man auf die Einstichstelle legt. Eiswürfel und kaltes Wasser, dem man einige Tropfen Zitronensaft beimengt, kühlen die Einstichstelle und reduzieren so die Schwellung. Einige Tropfen Essig erfüllen diese Aufgabe genauso gut. Auf Sportplätzen ist (leider?!) eigentlich immer irgendwo Eisspray vorhanden, daß gleichfalls die Einstichstelle kühlt, zudem aber noch desinfiziert.

Wer über eine Lupe verfügt, kann den Stachel der Biene mit einer Pinzette aus der Einstichstelle entfernen. Vorher und hinterher ist der Einsatz eines Antiseptikums unerläßlich.

Alle vorgeschlagenen Maßnahmen beziehen sich auf normale Abwehrreaktionen unseres Körpers. Wenn der Köper "überreagiert" und die weiter unten genannten Symptome zeigt,  ist so zu verfahren, wie es beim Thema " Anaphylaktischer Schock" erklärt wird.



Anaphylaktischer Schock

Führt ein Insektenstich zu einer allergischen Reaktion durch eine zu hohe Histaminausschüttung, spricht man von einer Anaphylaxie, einem lebensbedrohlichen Zustand. Hier ist die "klassische Erste Hilfe" gefordert. Naurheilkundliche Maßnahmen haben hier grundsätzlich nichts verloren! Ein anaphylaktischer Schock kann  nicht fachkundig behandelt tödlich enden!

Ein anaphylaktischer Schock ist an folgenden Symptomen zu erkennen:

  • rapides Absinken des Blutdrucks (dabei kann der Puls 100 Schläge und mehr pro Minute haben)
  • Atemnot
  • Ödeme (Schwellung, hier insbesondere des Kehlkopfes)/li>
  • großflächige Hautrötung
  • heftiger Juckreiz von Kopfhaut und Zunge
  • Schweißausbruch
  • Erbrechen
  • unfreiwilliger Stuhlabgang

Was ist zu tun?

  1. Die Person ist flach zu lagern!
  2. Sofort den Notarzt verständigen!
  3. Laufend Atmung und Herztätigkeit bis zum Eintreffen des Notarztes überprüfen und, sofern erforderlich,  sofort Atemspende leisten und/oder mit der Herzmassage beginnen.
  4. Die Person vor Unterkühlung bzw. Überwärmung schützen!
  5. Die Person durch Zuspruch beruhigen!

 
Jedes Gemeinwesen lebt von der Bereitschaft der Bürger,
sich aktiv zu beteiligen. Bitte nehmen Sie diese Chance wahr!
 
...Gemeinde
Gemeindeporträt 
Gemeindevertretung 
Kommunale 
Selbstverwaltung
 
Bürgerservice 
Ortsrecht 
Amt Rantzau 
Gemeindebrief 
Historie 
Dorfchronik 
Daten und Fakten 
Entwicklung/Bauland 
Aktuell/Termine 
 
...Schleswig-Holstein
Bürgerinnen und Bürger finden auf den Seiten von schleswig-holstein.de Informationen über alle Lebensbereiche und Regionen von Schleswig-Holstein.
Das Portal über Schleswig-Holstein
 
 
...noch mehr
Gemeinde-Archiv 
eMail 
Gästebuch 
Inhaltsverzeichnis 

Diese Seiten wurden ermöglicht durch die Unterstützung der:
 
Kreissparkasse Südholstein
^  
Stand: Juli 2010
copyright © 2001-2010